Gabriele Gravina gab seinen Rücktritt vom Amt des Präsidenten des italienischen Fussballverbands FIGC bekannt. Dies erfolgte nach dem dritten Mal in Folge, dass sich der viermalige Weltmeister Italien nicht für eine WM qualifizieren konnte. Der 72-Jährige stand unter intensivem Druck, insbesondere nach der Niederlage im Elfmeterschiessen gegen Bosnien-Herzegowina im Playoff. Sogar die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte ihm nahegelegt, zurückzutreten.
Italien hat es zum dritten Mal in Serie verpasst, sich für eine Fussball-WM zu qualifizieren. Nach der Niederlage wurde Gravina stark kritisiert. Die Entscheidung über seinen Nachfolger soll während der WM Ende Juni bekannt gegeben werden, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet.
Zudem bleibt die Zukunft von Nationaltrainer Gennaro Gattuso ungewiss. Der 48-Jährige, der Italiens Sieg bei der WM 2006 miterlebte, steht ebenfalls in der Kritik. Seit dem Weltmeistertitel gegen Frankreich hat Italien kein weiteres K.o.-Spiel einer WM mehr gewonnen; die Mannschaft schied 2010 und 2014 bereits in der Vorrunde aus. Für die WM-Turniere 2018 und 2022 verpasste Italien gar die Qualifikation.