Die Gerüchte um Pam Bondis Entlassung bestanden schon seit einiger Zeit. Mit 60 Jahren verlässt sie als zweite Ministerin innerhalb weniger Wochen das Kabinett von Präsident Trump, nachdem zuvor Kristi Noem vom Innenministerium ihren Abschied nahm.
In ihrer Rolle als oberste US-Rechtsbeauftragte war Bondi eine entschlossene Unterstützerin von Trumps Agenda und stellte die traditionelle Unabhängigkeit des Justizministeriums vom Weissen Haus infrage. Im Gegensatz zu früheren Präsidenten, die großen Wert darauf legten, den Anschein der Justizunabhängigkeit zu wahren, brach Trump mit dieser Tradition.
Trump hob bei Bondis Ernennung ihre 20-jährige Erfahrung als Staatsanwältin hervor. Bereits im ersten Amtsenthebungsverfahren gegen ihn hatte sie seine Seite gestärkt.
Berichten der «New York Times» zufolge soll Trump in den letzten Tagen über Bondis Entlassung nachgedacht haben, vor allem aufgrund ihres Umgangs mit dem Epstein-Skandal. Der Präsident zeigte sich zunehmend unzufrieden mit ihrer Führung im Ministerium und bemüht, jeglichen Zusammenhang zwischen Trump und Epsteins Fall zu vermeiden.
Weiterhin kritisierte Trump laut «New York Times», dass Bondi nicht energisch genug gegen seine Gegner vorging. Im September forderte er sie via sozialer Medien öffentlich dazu auf, juristische Schritte gegen Personen einzuleiten, die er als Feinde betrachtet.
Quelle: SRF 4 News, 2. April 2026, 20 Uhr