Im Mittelpunkt des neuen Disney-Films «Hoppers» steht Mable, eine leidenschaftliche Naturschützerin und Heldin. Ihr geliebter See mit einer Biberfamilie ist ihr Zufluchtsort, wo sie unvergessliche Momente mit ihrer Grossmutter verbringt. Nach deren Tod verspricht Mabel, sich für die Erhaltung dieses Naturparadieses einzusetzen.
Doch der Bürgermeister hat andere Pläne und möchte eine Autobahn durch den See bauen, was zur Zerstörung des Biberdammes führt und die Tiere vertreibt. Mable beschliesst, das Projekt zu stoppen, um den Teich als geschützten Naturraum zu erhalten. Ihre Biologieprofessorin erklärt ihr, dass die Rückkehr eines einzigen Bibers ausreichend sein könnte, da er weitere Wildtiere anziehen würde.
Die Biberfachstelle des Kantons Zürich bestätigt diese Annahme: Ein einzelner Biber kann durch den Bau eines Damms beträchtliche Veränderungen in seiner Umgebung bewirken. Biber sind zwar oft in Familien anzutreffen, leben aber auch als Einzelgänger, nachdem die Jungtiere nach etwa drei Jahren ihr eigenes Revier aufbauen.
Für eine realistische Darstellung wurden die Filmemacher von der amerikanischen Biberexpertin Emily Fairfox beraten. Das Filmteam unternahm eine einwöchige Exkursion, um die Lebensweise der Tiere besser zu verstehen. Ein wesentlicher Punkt ist, dass der Eingang des Biberbaus unter Wasser bleiben muss, zum Schutz vor Fressfeinden.
Sollte das Ufer nicht steil genug sein, baut der Biber eine sogenannte Biberburg aus Ästen, Zweigen, Steinen und Schlamm. Durch den Bau von Dämmen entstehen Überschwemmungen, die einen Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere schaffen.
Ein häufiger Irrtum über Biber ist ihre Darstellung in sitzender Position mit einem flach nach hinten gestreckten Schwanz. Das ist anatomisch unmöglich; der Schwanz muss vor dem Körper eingeklappt sein, da die Wirbelsäule bis zum Ende reicht.
Zudem sind Biberschneidezähne orange aufgrund ihres eisenhaltigen Zahnschmelzes. Für ästhetische Gründe entschieden sich Filmemacher und Forscherin für eine cremeartige Färbung in der Darstellung.
Als Hommage wurde die Biologieprofessorin im Film nach der Biberexpertin benannt – Dr. Fairfox.