Seit kurzem bleibt die Tür des Felsenkellers in Zug für Gäste verschlossen, konkret: durch amtliche Siegel versperrt. Der Besitzer beteuert jedoch, dass der Fall noch nicht endgültig entschieden ist.
Viele Einwohner Zugs schätzen den Felsenkeller wegen seines umfangreichen Weinangebots und regelmäßiger Veranstaltungen, wie soziale Medienbeiträge zeigen. Ob zukünftige Events stattfinden, bleibt ungewiss.
Nachdem das Lokal am 2. April amtlich versiegelt wurde, sind Besucher seit einigen Tagen vor verschlossenen Türen gestanden. Eine Meldung zur “vorläufigen Konkursanzeige” gegen die Felsenkeller AG findet sich im Amtsblatt.
Der Restaurantbesitzer Rémy Blaser bestätigt den Sachverhalt und erklärt, dass ein Nachlassstundungsantrag wegen Umsatzrückgängen gestellt wurde: “Wir hatten befürchtet, finanzielle Schwierigkeiten könnten auf uns zukommen. Es liegen keine Betreibungen oder Zahlungsbefehle vor.” Trotz des Antrags erfolgte eine Konkurseröffnung überraschend am nächsten Tag.
Blaser informierte das Gericht über einen potenziellen Investor, jedoch wurde die Eröffnung dennoch verfügt. Gegen diese Entscheidung hat das Unternehmen beim Obergericht Rekurs eingelegt; ein Beschluss steht noch aus.
“In den letzten Jahren ist es für unsere Branche schwieriger geworden, besonders seit der Corona-Pandemie,” erläutert Blaser weiter. “Jüngere Menschen trinken weniger Alkohol und gehen früher essen, wodurch die Zeit in Bars verkürzt wird.” Diese Entwicklung trifft nicht nur den Felsenkeller, sondern viele andere Lokale. Gleichzeitig steigen die Kosten, während Umsätze sinken.
Gehst du noch regelmäßig auswärts essen?
🍴Ja, das gehört für mich dazu.
🧑🏻🍳Nein, ich koche lieber zu Hause.
💸 Weniger als früher.
Verwendete Quellen:
– Telefonat mit Rémy Blaser
– Eintrag im Amtsblatt
– Social-Media-Profile des Felsenkellers
– Information eines Leserreporters