Eine überwältigende Mehrheit der Schweizer Bevölkerung spricht sich gegen weitere Einsparungen bei den Ausgaben für Entwicklungshilfe aus. Laut einer Umfrage der ETH Zürich befürworten 77 Prozent, dass die aktuellen Fördermittel beibehalten oder gar erhöht werden.
Die Ergebnisse zeigen zudem, dass ein großer Teil der Bevölkerung nicht bereit ist, Gelder von anderen Entwicklungsprojekten umzuschichten, um zusätzliche Unterstützung für die Ukraine zu leisten. 49 Prozent sind gegen eine Reduktion bestehender Mittel zugunsten der Ukraine, während 32 Prozent keine klare Meinung dazu haben und nur 19 Prozent diese Umverteilung befürworten.
Besonders Menschen mit linker politischer Einstellung sind gegen Kürzungen. Interessanterweise verneinen auch 58 Prozent der rechts orientierten Befragten, dass weitere Einsparungen in diesem Bereich vorgenommen werden sollten, nachdem sie über aktuelle Investitionen informiert wurden.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Ländern Subsahara-Afrikas, die laut Umfrageergebnissen nicht benachteiligt werden sollen. Das vom Parlament beschlossene Budget für die Jahre 2025 bis 2028 sieht Einsparungen von fast 1,5 Milliarden Franken vor, was einer Kürzung um 18 Prozent gegenüber dem Vorschlag des Bundesrats entspricht. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben auf 11,1 Milliarden Franken, wobei etwa 14 Prozent der Mittel speziell für die Ukraine reserviert sind.
Die Umfrage fand unter 4.305 Schweizer Einwohnern statt.