Der TCS und der deutsche ADAC haben kürzlich verschiedene Kindersitze untersucht und festgestellt, dass einige Modelle nicht sicher sind. Insbesondere kopierte Produkte, die hauptsächlich auf asiatischen Online-Plattformen verkauft werden, wurden als problematisch identifiziert, wie der TCS in einer Pressemitteilung erklärte.
Viele dieser beanstandeten Kindersitze sind nahezu baugleiche Produkte unter verschiedenen Markennamen, sogenannte White-Label-Produkte. Der ADAC berichtet, dass diese oft optisch leicht modifiziert und in großen Mengen auf Plattformen wie Alibaba angeboten werden.
Nachdem TCS und ADAC mehrere ähnliche Modelle getestet haben, kommen sie zum Ergebnis, dass bei diesen Sitzen ein erhebliches Sicherheitsrisiko besteht. Bei einem Frontalcrash lösten sich die Sitze aus der Verankerung und wurden im Fahrzeug hin- und hergeschleudert. Zu den genannten Modellen gehört unter anderem ein Produkt des chinesischen Herstellers Yangzhou Lettas Baby Product. Dieser kündigte gegenüber ADAC und TCS an, dass seit Januar 2026 Verbesserungen eingeführt würden, um die Stabilität zu erhöhen. Diese konnten jedoch noch nicht getestet werden.
Auch der Kindersitz Mink Pro 2 des deutschen Herstellers Kinderkraft erfüllte nicht die Sicherheitsanforderungen. Die Babyschale löste sich bei einem Frontalcrash aus der Isofix-Station und wurde durch das Fahrzeuginnere geschleudert. Der ADAC warnt, dass dadurch ein hohes Verletzungsrisiko für Kinder besteht.
Der Anbieter bietet Eltern einen Austausch oder eine Rückerstattung an und rät zur Kontaktaufnahme via [email protected]. Sollten Sie einen der genannten Kindersitze besitzen, wird geraten, diesen nicht weiter zu verwenden. TCS und ADAC weisen jedoch darauf hin, dass aufgrund der gesetzlichen Erfüllung kein genereller Anspruch auf Rückgabe oder Umtausch besteht.
Dies resultiert daraus, dass die Tests strenger als die geltenden Typengenehmigungstests sind, was zu höheren, aber realistischeren Belastungen des Kinderrückhaltesystems führt.