Autorin: Michelle Keller
Die Anzahl der Schüler mit Herausforderungen in Luzern steigt kontinuierlich, und die Fälle werden komplexer. Um dies zu bewältigen, fordert man mehr Ressourcen für Schulpsychologen und Schulsozialarbeiterinnen. Die Regierung reagiert darauf, indem sie die Pensen anpasst.
Psychische Belastungen wie Druck, Angst und Einsamkeit nehmen unter den Jugendlichen zu, wie zentralplus berichtete. Zudem steigt die Zahl der Schüler mit Verhaltensschwierigkeiten. Diese Entwicklung fordert Schulpsychologinnen und Schulsozialarbeiterinnen enorm heraus, da für Beratungen oft keine Zeit bleibt, so beschrieb es die Leiterin der Schuldienste Rontal gegenüber zentralplus.
Der Kanton Luzern plant eine Änderung der Verordnung über die Schuldienste. Dabei werden die Mindestvorgaben für die Pensen von Schulpsychologinnen und Schulsozialarbeiter angepasst, um mehr Unterstützung für die Schüler zu gewährleisten. Ab 2027 wird eine Vollzeitstelle im Schulpsychologischen Dienst nur noch für 1120 anstatt bisher für 1600 Schüler verantwortlich sein. Zudem sollen durch bereits angestoßene Maßnahmen mittelfristig die Anforderungen reduziert werden. Auch die Zuständigkeit der Schulsozialarbeiter wird angepasst: Sie sollen zukünftig nur noch für 600 statt bisher 750 Schüler zuständig sein.
Um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, ist es notwendig, mehr Personal einzustellen. Diese Maßnahme soll ab 2027 zusätzlich jährlich Kosten von rund 4,1 Millionen Franken verursachen. Davon übernimmt die Hälfte der Kanton, die andere Hälfte die Gemeinden. Bis Anfang Juni läuft noch eine Vernehmlassung zur Änderung, die dann ab dem nächsten Jahr in Kraft treten soll. Im Jahr 2030 plant der Luzerner Regierungsrat eine erneute Überprüfung der Pensen.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung des Kantons Luzern zur Änderung der Verordnung über die Schuldienste, Vernehmlassungsunterlagen zur neuen Verordnung, Luzerner Verordnung über die Schuldienste, Postulat von Andy Schneider zur Überprüfung der Pensen, Medienarchiv zentralplus.