Im Rahmen eines laufenden Forschungsprojekts, das auch den Luganersee umfasst, wird analysiert, wie gut sich Unterwasserpflanzen regenerieren und CO₂ aus der Atmosphäre im Seesediment speichern können. In Como befindet sich ein Labor mit hunderten solcher Pflanzen, die dem See entnommen wurden. Diese werden in den kommenden Wochen vermehrt und anschließend auf einer 500 Quadratmeter großen Fläche im See wiedereingepflanzt.
Das Echo-Projekt, das durch Interreg Italien–Schweiz finanziert wird und die Tessiner Fachhochschule Supsi einbezieht, startet zunächst in einem begrenzten Gebiet. Camilla Capelli, Leiterin der Gewässerökologie bei Supsi, betont jedoch, dass das Ziel darin besteht, die Methode auf breitere Regionen anzuwenden, um den gesamten Seebereich positiv zu beeinflussen.
Naturforscher Nicola Castelnuovo erläutert, dass diese Unterwasserwiesen nicht nur für die Biodiversität wichtig sind, sondern auch als Alliierte im Kampf gegen den Klimawandel fungieren. Gesunde Wiesen stabilisieren das Sediment und verhindern die Umwandlung von organischem Kohlenstoff in CO₂, ein Prozess der droht, wenn Pflanzen fehlen.
Das Echo-Projekt strebt auch danach, CO₂ aktiv aus der Luft im Seegrund zu speichern. Hierzu wird ein pflanzliches Substrat verwendet, ähnlich einer Kohleform, das durch die Zersetzung von pflanzlichen Resten entsteht.
Die Arbeiten am Luganer- und Comersee werden voraussichtlich im Frühjahr beginnen und bis Ende Sommer abgeschlossen sein. Das Projekt stellt somit eine innovative Strategie zum Schutz des Klimas dar.