Autorenname: Hana Fink
Eine neu veröffentlichte Studie zeigt auf, dass auch Luxusimmobilien dem Druck auf dem Wohnungsmarkt entgegenwirken. Laut der Untersuchung von der Universität Bern, die zuerst «Tamedia» berichtete, lösen teure Neubauten Umzugsketten aus, von denen schliesslich auch Menschen mit kleinerem Budget profitieren. Sobald eine Person in ein hochpreisiges neues Zuhause zieht, wird oft eine ältere und günstigere Wohnung frei, die dann wiederum von anderen bewohnt wird.
Die Forscher fanden heraus, dass bereits nach etwa drei Umzugsrunden Wohnungen für Haushalte mit niedrigerem Einkommen verfügbar sind. Diese Ergebnisse widersprechen der oft geäusserten Kritik linker Politikerinnen, die behaupten, neue Luxuswohnungen brächten Normalverdienern nichts.
Die Studie zeigt, dass Neubauten im oberen Preissegment den Markt entlasten, auch wenn sie nicht alle Probleme lösen. Der Druck bleibt auf dem bestehenden Wohnungsmarkt, sollte das Bauen reduziert werden. Die Ergebnisse ändern sich kaum, ob die neue Immobilie in einer Gemeinde mit hohem oder niedrigem Leerstand steht.
In Luzern ist dieser Diskurs besonders relevant, da der Wohnungsmarkt hier stark angespannt ist und 2025 sogar stärker als in Zürich. Die Stadt diskutiert aktuell über Gegenentwürfe zu SP- und Grünen-Initiativen, darunter ein Vorkaufsrecht, eine neue Wohnbaustiftung und mehr Darlehen für gemeinnützige Träger. Das Volk entscheidet noch darüber.
Die bürgerliche Seite plädiert hingegen für schnellere Baubewilligungen als Lösung.
Verwendete Quellen:
Bericht bei «Tamedia»
zentralplus-Medienarchiv