Laut Berichten argentinischer Medien ergaben Chatprotokolle Probleme in der häuslichen Betreuung nach Maradonas Operation. Dabei kam es zu Vorfällen, bei denen sich Maradona erbrach und einmal stürzte er in seinem Zimmer. Er lehnte eine permanente Pflege ab, während die Ärzte Warnsignale ignorierten und abfällig über ihn sprachen. Ein Krankenhausaufenthalt wurde aus Gründen des Images vermutlich vermieden.
Es wird angenommen, dass Maradona von Personen umgeben war, die sein Image nutzten und seinen schlechten Gesundheitszustand verschwiegen. Beispielsweise bestanden sie darauf, ihn trotz seiner eingeschränkten Mobilität bei seinem 60. Geburtstag im Stadion seines Klubs Gimnasia y Esgrima La Plata zu zeigen, wo er sich mit Unterstützung bewegen musste.
Die Staatsanwaltschaft hat sieben Personen, darunter Maradonas Leibarzt, seine Psychiaterin und einen Psychologen, des Totschlags beschuldigt. Alle Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. Im Falle einer Verurteilung könnten ihnen bis zu 25 Jahre Gefängnis drohen.