Die USA haben am Montag eine Blockade gegen iranische Häfen angekündigt. Während Teheran bis Mittwoch seine Drohung, den Schiffsverkehr im Roten Meer zu blockieren, nicht umgesetzt hat, bleibt die Spannung hoch. Präsident Trump signalisiert weiterhin Verhandlungsbereitschaft und verstärkt gleichzeitig militärisch seine Präsenz im Nahen Osten.
Mit der Seeblockade soll Druck auf Teheran ausgeübt werden, wie Admiral Bradley Cooper von den US-Truppen im Nahen Osten erklärte. Über 10.000 Soldaten und mehr als ein Dutzend Kriegsschiffe setzen die Blockade durch, meldete Centcom am Dienstag. Bisher sei kein Schiff durch die Blockade gelangt.
Teheran bezeichnete die Maßnahme als illegal und drohte Vergeltungsmaßnahmen gegen die Nachbarstaaten. Iranische Streitkräfte könnten den Handel über den Persischen Golf, den Golf von Oman sowie das Rote Meer blockieren, erklärte Generalmajor Ali Abdollahi. Eine tatsächliche Umsetzung der Drohungen könnte den Waffenstillstand mit Washington gefährden.
Als potenzielle Eskalationsmöglichkeit steht die Nutzung der verbündeten Huthi-Miliz im Jemen zur Debatte, obwohl diese sich bisher zurückhielt. Iran hat jedoch bewiesen, dass es Ziele über große Distanzen mit Raketen und Drohnen treffen kann. Laut einem Bericht der Financial Times verfügt das Regime seit 2024 über einen chinesischen Spionagesatelliten.
Saudi-Arabien drängt Washington dazu, die Blockade aufzuheben, da ein Angriff auf die Ost-West-Pipeline im Roten Meer befürchtet wird. Saudiarabiens Aussenminister hat daraufhin mit seinem iranischen Kollegen telefoniert. Pakistan versucht weiterhin diplomatische Vermittlung und plant Gespräche in der Region.
Trotz gescheiterter Verhandlungen hält Trump an einer baldigen Lösung fest, wie er Fox News Business sagte. In Erwartung einer möglichen Eskalation verstärkt er jedoch die militärische Präsenz im Nahen Osten. Die USS George H.W. Bush und weitere Einheiten mit 6000 Soldaten werden in den Golf von Oman verlegt.
Eine Bodenoperation wird ebenfalls in Betracht gezogen, während Trumps Optimismus für Verhandlungen besteht.