In Sattel sorgt der geplante Rettungsversuch für den Skilift Hochstuckli für anhaltende Diskussionen. Bei einem Informationsanlass zeigten sich die Teilnehmer gespalten zwischen Hoffnung und Skepsis, wie Hana Fink berichtet.
Der Infoabend zur Wiederinbetriebnahme des Skilifts zog viele Besucher an. Die Gemeinde Sattel zusammen mit der Sattel-Hochstuckli AG (SHAG) präsentierten Pläne, den Betrieb durch finanzielle Unterstützung für einige Jahre wieder aufzunehmen. Die letzte Gelegenheit zur Teilnahme am Infoabend wurde im „Boten“ dokumentiert.
Nach zwei Wintern ohne Betrieb wegen Schneemangels und hoher finanzieller Risiken möchte die Gemeinde nun in den Skilift Hochstuckli investieren, um ihn mit 530.000 Franken wiederzubeleben.
Während viele Anwesende das Vorhaben begrüßten und den Gemeinderat für seine Hartnäckigkeit lobten, kritisierte eine andere Gruppe die mangelnde langfristige Vision sowie den geringen Einsatz. Im Fokus der Kritik stand SHAG-Geschäftsführer Patric Berg, wie es in der Presse heißt.
Die Diskussionen spalteten das Publikum: Die einen sahen dies als letzte Chance zur Rettung, während die anderen meinten, dass die Maßnahme zu klein gedacht sei und stattdessen mehr Zeit, Geld sowie eine Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden erforderlich wäre.
Die Schwyzer Regierung prüfte zudem die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Gemeindegeldern. Obwohl der Betrieb eines Skilifts grundsätzlich nicht zu den öffentlichen Pflichten einer Gemeinde gehört, gestattete der Kanton Sattel, das Anliegen zur Abstimmung vorzulegen. Der Finanzdirektor machte jedoch klar: Die Verantwortung für mögliche Folgen trägt die Gemeinde allein. Das Geschäft wird am 23. April auf einer Gemeindeversammlung behandelt und im Juni der Urne vorgelegt.
Verwendete Quellen:
Artikel im „Bote“
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