Ein Mitarbeiter der Zuger Finanzgesellschaft Partners Group steht im Verdacht, mehrere Frauen belästigt und zu einer Abtreibung gedrängt zu haben, wie aus einem anonymen Dossier hervorgeht. Dies berichtet Lukas Hässig auf seinem Blog «Inside Paradeplatz». Das Unternehmen hat den Angestellten daraufhin vorläufig suspendiert.
Laut dem Bericht soll der Mitarbeiter mit einer Arbeitskollegin ein Kind gezeugt haben und sie zur Abtreibung gedrängt haben. Zudem soll er eine Affäre mit einer Beraterin von «Deloitte», die für Partners Group tätig war, gehabt haben.
Nach Erhalt des Dossiers am Montag hat sich Partners Group dazu entschieden, eine umfassende Untersuchung einzuleiten. Ein Sprecher der Firma bestätigte diese Maßnahme und betonte den Schutz aller Beteiligten. Der Mitarbeiter wurde bis zum Abschluss dieser Untersuchung suspendiert.
Partners Group hat angegeben, alle Whistleblowing-Fälle grundsätzlich zu untersuchen und verpflichtet sich zur Aufrechterhaltung eines respektvollen Arbeitsumfeldes. Das Dossier enthält mehrere Screenshots von Chats, in denen behauptet wird, der Mitarbeiter habe zahlreiche Frauen bedrängt, die vornehmlich aus Asien stammen und jung gewesen seien. Kollegen sollen über sein Verhalten informiert gewesen sein, aber nichts unternommen haben.
Die anonyme Quelle droht mit einer Strafanzeige, sollte Partners Group nicht sofort reagieren. Auf Nachfrage von zentralplus verwies der Sprecher auf die bereits bestehende Erklärung im Blog «Inside Paradeplatz» und lehnte weitere Kommentare ab.