Zwei Rassismusvorfälle innerhalb kurzer Zeit haben den Schweizer Frauenfußball erschüttert. Die frühere Fußballerin Jasmine Imboden, die von einem Zuschauer rassistisch beleidigt wurde, ruft zu mehr Zivilcourage und härteren Strafen des Schweizerischen Fussballverbandes auf.
Jasmine Imboden hat eine Petition gegen Rassismus gestartet. Sie erklärt: “Ich erlebe Rassismus mein ganzes Leben lang, sowohl im Alltag als auch im Fußball. Mir wurde das N-Wort gesagt und ich wurde mit rassistischen Beleidigungen überzogen.” Erst nach einer Rückkehr aus dem Ausland erkannte sie die Tiefe des Problems in der Schweiz.
Imboden beschreibt, wie subtile Diskriminierungen alltäglich sind. Der entscheidende Moment für ihren öffentlichen Auftritt war ein Spiel im November, bei dem sie rassistische Beleidigungen erlitt und daraufhin reagierte. Sie kritisiert die mangelnde Reaktion der Schiedsrichter in Amateurligen.
Kürzlich wurde Deborah Nyota Kabela, eine U-20-Spielerin von GC Luzern, vom Trainer eines Gegners rassistisch beleidigt. Diese Vorfälle zeigen laut Imboden, wie verbreitet Rassismus ist und dass viele seine subtileren Formen nicht erkennen.
Jasmine Imboden argumentiert, dass Fußball ein Spiegelbild der Gesellschaft sei, jedoch das Spiel Umgebung bietet, in denen Diskriminierung oft ungestraft bleibt. Der Schweizerische Fussballverband müsse härter durchgreifen und bessere Schulungen für Schiedsrichter einführen.
Nach dem Vorfall wurde der FC Vuisternens/Mézières beschuldigt, das Video als Beweis zu leugnen – ein Akt, den Imboden als Gaslighting bezeichnet. Die 35-jährige Spielerin fordert in ihrer Petition eine strengere Handhabung von Rassismus und mehr Unterstützung für die Betroffenen.
Das Echo auf ihre Petition ist stark, mit über 10.000 Unterschriften. Imboden hofft, dass der Frauenfußball als Vorreiter in der Bekämpfung von Diskriminierung dienen kann. Sie bleibt optimistisch bezüglich einer besseren Zukunft im Schweizer Fußball.
Jasmine Imboden hat sich trotz potenzieller Kritik für ihre Werte stark gemacht und engagiert sich weiterhin mit anderen Betroffenen gegen Rassismus im Sport.