Die Initiative zum Erwerb der See-Villa «Unterer Frauenstein» in Zug gewinnt unerwartet an Fahrt: Die notwendigen Unterschriften sind bereits gesammelt. Eine Villa am Ufer des Zugersees, direkt neben Casino und Badi Seeliken, hat für Aufsehen gesorgt. Der Grosse Gemeinderat lehnte den Kauf der Villa «Unterer Frauenstein» zu einem Preis von 44 Millionen Franken ab, was eine steigende Druckwelle aus der Bevölkerung zur Folge hatte. Ein Komitee unter der Leitung der ehemaligen Gemeinderätin Monika Mathers (CSP) hat daraufhin Mitte März eine Initiative gestartet.
Das Komitee teilt nun mit, dass die benötigten Unterschriften bereits gesammelt sind. Nach nur drei Wochen wurden die geforderten 800 Unterschriften erreicht und innerhalb einer weiteren Woche stieg diese Zahl auf über 1000 an. Damit sei die Initiative nach Ansicht des Komitees formell zustande gekommen. Monika Mathers betont, dass die Resonanz in der Bevölkerung “überwältigend” ist.
Das Anliegen ist klar: Das Volk soll über den Kauf des Grundstücks entscheiden dürfen. “Es geht darum, ein Stück Zuger Seeufer und eine wunderbare Parkanlage dauerhaft der Öffentlichkeit zu erhalten”, erklärt Komiteepräsidentin Monika Mathers.
Die Unterschriftensammlung entwickelt sich dynamisch: Bögen werden in der Nachbarschaft, unter Freunden und innerhalb von Familien weitergereicht. Jeden Tag erreichen das Komitee zahlreiche Bögen – teilweise über 100 Unterschriften täglich. Die Sammlung wird dennoch fortgesetzt.
“Wir hoffen auf noch hunderte weitere Unterschriften”, sagt Mathers. Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig vielen Zugerinnen und Zugern der öffentliche Zugang zum Park sowie zu der denkmalgeschützten Villa sei.
Gleichzeitig wird das Thema auch politisch aufgegriffen: Die CSP-Kantonsrätin Vroni Straub und die ALG-Fraktion haben eine Kleine Anfrage eingereicht. Sie wollen vom Regierungsrat wissen, ob der Kanton einen Kauf der Liegenschaft prüfen würde.