Am 10. Mai wird das Zürcher Stadtpräsidium ohne Gegenkandidaten besetzt, da die FDP entschieden hat, dass Michael Baumer nicht antreten wird. Diese Entscheidung wurde bekannt gegeben, nachdem der Fokus auf Bausers Engagement im Departement der Industriellen Betriebe gelenkt wurde, welches er gerne in der nächsten Legislaturperiode weiterführen möchte. “Ich bin sehr an meiner Arbeit im Departement interessiert und möchte die laufenden Projekte konsequent vorantreiben”, äußerte sich Baumer laut Mitteilung.
Përparim Avdili, Präsident der FDP in Zürich, betonte: “Michael Baumer bleibt ein engagierter und erfahrener Stadtrat, der zentrale Projekte für Zürich vorantreibt.” Die Partei verzichtet auf eine Wahlempfehlung.
Die Betonung von Bausers Engagement hat einen speziellen Grund: Er ist im neu gewählten Stadtrat die einzige bürgerliche Stimme. Daher ist es den Freisinnigen wichtig, dass er ein bedeutendes Departement leitet. Die Entscheidung über dessen Verteilung liegt beim Gesamtstadtrat.
Ein potenzielles Szenario könnte sein, Baumer ins Schuldepartement zu versetzen, das aktuell vakant ist, da Filippo Leutenegger (FDP) auf eine weitere Amtszeit verzichtet hat. Auch Andreas Hauri (GLP), der das schlechteste Resultat aller in den Stadtrat gewählten Kandidaten erzielte, wird nicht antreten, wie bereits bekannt gegeben wurde. Ebenso verzichtet Daniel Leupi von den Grünen auf eine Kandidatur, was die Partei gegenüber der NZZ bestätigte.
Der zweite Wahlgang ist notwendig geworden, da Raphael Golta im ersten Wahlgang am 8. März das absolute Mehr verfehlte. Dennoch erhielt er mehr Stimmen als Përparim Avdili (FDP), Ueli Bamert (SVP) und Serap Kahriman (GLP), die den Sprung in den Stadtrat nicht schafften und somit vom zweiten Wahlgang ausgeschlossen sind.