An der Generalversammlung am Mittwoch haben die Aktionäre der Calida Holding den Vorschlag des aktivistischen Investors Bernhard Signorell für ein groß angelegtes Aktienrückkaufprogramm verworfen. Sie stimmten dem Verwaltungsrat zu, der das Programm als finanziell unverantwortbar abgelehnt hatte.
Signorell forderte den Rückkauf und die Vernichtung von bis zu 10 Prozent des Aktienkapitals. Der Verwaltungsrat hingegen argumentierte mit operativen Notwendigkeiten und Unsicherheiten sowie geplanten Investitionen und empfahl ein deutlich kleineres Programm von maximal 2 Prozent.
Nach der Ablehnung stimmte die Versammlung einer Dividendenausschüttung von 0,25 Franken pro Aktie zu, was der bisherigen Politik entspricht. Obwohl der Verwaltungsrat Signorells Ansicht teilte, dass die Aktien unterbewertet seien, betonte er die Notwendigkeit einer zurückhaltenden Kapitalverwendung zur Förderung der Markenentwicklung und einer stabilen Dividendenpolitik.
Signorell kritisierte das Vorgehen als Erpressung, da ein Rückkaufprogramm mit dem Verzicht auf eine Dividendenausschüttung verbunden war. Er bezweifelte die finanzielle Unverantwortbarkeit des Programms und argumentierte, dass sowohl die Ausschüttung von etwa 1,7 Millionen Franken als auch ein Rückkauf im Umfang von rund 9 bis 10 Millionen Franken ohne Risiko für die Liquiditätsposition möglich gewesen wären.
Calida-Chef Thomas Stöcklin betonte den Bedarf an Wachstum und Investitionen in die Markenentwicklung. Der Fokus liegt auf organischem Wachstum, während strategische Übernahmen geprüft werden.
Thomas Stöcklin wurde zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt, eine Position, die er neben seiner Rolle als CEO übernimmt und die Signorell zuvor kritisiert hatte. Caroline Forster und Nicole Loeb Furrer wurden neu in den Verwaltungsrat aufgenommen.
Die Generalversammlung genehmigte alle weiteren Punkte im Sinne des Verwaltungsrates.