Im Geschäftsjahr 2025 haben die Schweizer Kantonalbanken ihren Gesamtertrag gesteigert. Der Rückgang im zentralen Zinsgeschäft konnte durch andere Ertragsquellen ausgeglichen werden.
Der Gesamtgewinn der 24 Staatsinstitute, welcher das operative Ergebnis widerspiegelt, sank um 4,9 Prozent auf 5,0 Milliarden Franken. Dennoch verzeichneten die Banken einen Gewinnanstieg von 1,8 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken, wie der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) am Mittwoch mitteilte.
Für die Kantone und Gemeinden als Mehrheitseigner bedeutet dies eine stabile Ausschüttung von 1,8 Milliarden Franken. Diese erfolgt in Form von Entgelten für Staatsgarantie und Grundkapital sowie Dividenden und Gewinnablieferungen.
Nach Steuern beliefen sich die Zahlungen auf 2,1 Milliarden Franken. Dies entspricht laut VSKB-Angaben pro Einwohner in der Schweiz rund 250 Franken.
Wie bereits im Vorjahr wurde das Zinsengeschäft durch gesunkene Leitzinsen belastet und resultierte in einem Netto-Ergebnisrückgang von 4,0 Prozent auf 7,1 Milliarden Franken.
Die anderen Ertragspfeiler kompensierten diesen Rückgang. Der Erfolg aus Kommissionen- und Dienstleistungsgeschäften stieg um 6,2 Prozent, während das Handelsgeschäft sogar um 9,4 Prozent zulegte. Insgesamt blieb der Geschäftsertrag konstant bei 11,7 Milliarden Franken.
Die Abhängigkeit vom Zinsengeschäft konnte um 2,5 Prozentpunkte auf noch 60,7 Prozent reduziert werden. Der Anteil aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft am Geschäftsertrag stieg auf 27,1 von 25,5 Prozent.
Die Bilanzsumme der Kantonalbanken erhöhte sich um gut 3,3 Prozent auf 839,0 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen wuchsen dabei um knapp 3,6 Prozent und die Kundengelder legten im selben Zeitraum um 3,2 Prozent zu.