In Österreich ermittelt die Polizei im Burgenland nach dem Fund von Rattengift in Babynahrung der Marke Hipp. Ein Unternehmenssprecher sprach von einem «externen kriminellen Eingriff» und warnte, dass das Trinken aus so einem Glas lebensgefährlich sein könnte.
Bereits am Freitagabend hatte das Unternehmen in Österreich alle Produkte aus Spar-Supermärkten zurückgerufen, die Supermarktkette entnahm über Nacht sämtliche Gläschen. Die Ages berichtete später, dass eine Spar-Filiale in Eisenstadt betroffen war und die manipulierten Gläser mit einem weißen Aufkleber und rotem Kreis markiert waren.
Zunächst gab es keine Hinweise auf manipulierte Produkte unter den aus den Regalen genommenen Gläsern. Ein Polizeisprecher erwähnte jedoch, dass der Kauf solcher Gläser vor dem Rückruf möglich gewesen sei. Am Samstagnachmittag wurde dann in Schützen am Gebirge ein kontaminiertes Glas entdeckt, das Rattengift im Produkt «Karotten mit Kartoffeln 190 Gramm» aufwies.
Eltern wurden dazu aufgerufen, ungenutzte Gläser zurückzubringen und der Polizei Verdachtsmomente zu melden. Dies könnte auch zur Sicherstellung von Beweismitteln beitragen. Laut Ages können Rattengifte die Blutgerinnung beeinträchtigen, was zu Symptomen wie Zahnfleisch- oder Nasenbluten führen kann. Eltern sollten bei solchen Anzeichen ärztlichen Rat einholen.
Das in Bayern gegründete Unternehmen Hipp hat seinen Sitz heute in Sachseln im Kanton Obwalden und existiert seit über 120 Jahren.