Vor der Heim-WM endet die Laufbahn von Patrick Fischer als Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft abrupt. Der Grund ist ein Skandal um ein gefälschtes Covid-Zertifikat. Während der Pandemie waren Impfungen und Zertifikate kontrovers, doch nun ziehen sie den Erfolgstrainer in die Tiefe.
Mehrere Medien berichten, dass Fischer seinen Posten als Nationalcoach sofort räumen muss, ausgelöst durch ein gefälschtes Covid-Zertifikat im Jahr 2022. Ursprünglich sollte er von «SRF» porträtiert werden, doch bei einem Gespräch mit Journalisten erwähnte Fischer ungefragt die Bestellung eines gefälschten Zertifikats, wie der beteiligte Reporter in «10vor10» bestätigt.
Die Veröffentlichung durch «SRF», begründet mit einer Straftat eines öffentlichen Funktionsträgers, führte dazu, dass sowohl Fischer als auch der Verband informiert wurden. Daraufhin wandte sich Fischer selbst an die Öffentlichkeit. Die Luzerner Staatsanwaltschaft bestätigte den Vorfall durch einen erhaltenen Strafbefehl, was auf ein abgeschlossenes Strafverfahren hinweist.
Bereits 2020 war Fischer wegen Geschwindigkeitsüberschreitung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Die neuerliche Tat führte zum Widerruf dieser Bedingung, so dass er schließlich rund 40’000 Franken bezahlen musste.
Der Druck auf den Verband wuchs, da es um mehr als nur ein altes Covid-Zertifikat ging: Glaubwürdigkeit und Vertrauen standen im Mittelpunkt. «Swiss Ice Hockey» setzte Fischer daraufhin außer Dienst, Jan Cadieux übernahm interimsmäßig die Position.
Verwendete Quellen:
Artikel in der «20 Minuten»
Artikel in der «Luzerner Zeitung»
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