Der Konflikt im Persischen Golf verunsichert die Finanzmärkte, während steigende Energiepreise die Inflation in Deutschland auf 2,7 Prozent treiben. Anleger suchen nach stabilen Investitionsmöglichkeiten und richten ihren Blick auf Unternehmen mit widerstandsfähigen Geschäftsmodellen im DAX und MDAX. Das digitale Finanzmagazin «The Market» empfiehlt fünf dieser Titel als besonders attraktiv in der aktuellen Lage. Die Volatilität an den Märkten, gemessen am Angstbarometer VDAX, deutet auf erhebliche Unsicherheit hin. Anleger könnten jedoch durch defensive Aktien Schutz finden. Diese zeichnen sich durch weniger Schwankungen und oft attraktive Dividenden aus. Empirische Studien zeigen, dass sie paradoxerweise auch höhere Renditen bieten. Unter den deutschen Standardwerten hebt «The Market» die Deutsche Börse hervor, deren Aktienkurs seit dem Konfliktbeginn um 7 Prozent gestiegen ist. Trotz steigender Zinsen und Inflation sieht das Unternehmen Chancen, insbesondere durch sein Treasury-Geschäft. Die Analysten des Bankhauses Metzler sehen die Deutsche Börse als gut aufgestellt an, auch im Hinblick auf zukünftige Herausforderungen wie Distributed-Ledger-Technologien. Der Konzern plant ein Wachstum der Nettoerlöse um 8 Prozent jährlich bis 2028. Die Deutsche Telekom wird für ihre Krisenfestigkeit gelobt, mit einem Fokus auf stabilen Vertragsverhältnissen und wachsendem Datenverkehr. Der DAX-Konzern strebt ein Wachstum des Ebitda-Gewinns um 7 Prozent bis 2026 an. Als Alternative zur Telekom-Aktie wird Freenet genannt, das mit einer Dividendenrendite von 7,8 Prozent lockt und auf sein Web-TV-Produkt Waipu.tv setzt. Die Aktie ist aktuell günstiger bewertet als im Zehnjahresdurchschnitt. Jens Ehrhardt von DJE Kapital betont die Vorteile von Energietiteln, Telekom-Aktien und Versorgern in Zeiten steigender Inflation. RWE profitiert durch seine starke Marktposition und Investitionspläne von der Energiewende. Fresenius zeigt unter neuer Führung eine klare Strategie mit Fokus auf Helios und Kabi, während die Nettoverschuldung gesenkt wird. Das Unternehmen setzt ambitionierte Ziele für Wachstum und Gewinn im laufenden Jahr.