Trotz des anhaltenden Raketenkriegs zwischen den USA und dem Iran bemühen sich Pakistan, Ägypten und die Türkei um diplomatische Lösungen. Der Konflikt dauert bereits vier Wochen an, ohne dass ein Ende in Sicht ist. Doch nun scheint Diplomatie eine Rolle zu spielen: Präsident Donald Trump versichert, Gespräche mit dem Iran würden geführt. Gleichzeitig bereitet die US-Regierung eine Bodenoffensive vor und hat zusätzliche Soldaten an den Persischen Golf entsandt. Die strategische Insel Kharg im Persischen Golf könnte Ziel der Operation sein.
In diesem komplexen Kriegsverlauf kam es zu schweren Luftangriffen auf Teheran und Isfahan, während die jemenitische Huthi-Miliz in den Konflikt eingriff. Die Blockade des Bab-al-Mandab-Straßenabschnitts durch proiranische Kräfte gefährdet nun auch das Rote Meer. Beide Seiten sind überzeugt, zu gewinnen, was die Verhandlungsbereitschaft erschwert.
US-Aussenminister Marco Rubio behauptet, dass die Ziele im Iran erreicht wurden und Operationen bald beendet sein könnten. Die iranische Seite hält jedoch dagegen und hat den Konflikt globalisiert, indem sie die Strasse von Hormuz blockierte. Trotz der gegenseitigen Drohungen gibt es Bemühungen um Verhandlungen: Pakistan, Ägypten und die Türkei haben sich in Riad getroffen, um Gespräche zu initiieren. Trump erweiterte daraufhin sein Ultimatum zur Öffnung von Hormuz.
Die iranische Führung bestreitet indes jegliche Verhandlungen mit den USA. Gleichzeitig gibt es Hinweise auf Kontakte zwischen US-Sondergesandtem Steven Witkoff und Irans Aussenminister Abbas Araghchi. Die Vermittlungsbemühungen werden unterstützt durch Pakistans Aussenminister Ishaq Dar, der Trumps 15-Punkte-Plan übermittelt.
Die iranische Führung lehnt es ab, die Kriegsbedingungen von den USA diktieren zu lassen und stellt eigene Bedingungen für einen Waffenstillstand. Eine unklare Situation besteht bezüglich der Entscheidungsfindung in Iran, nachdem der oberste Führer Mojtaba Khamenei verletzt wurde.
Die USA machen erste Zugeständnisse: Vizepräsident J.D. Vance soll die Verhandlungen führen. Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul sieht eine Chance auf einen Durchbruch und erwähnt mögliche direkte Treffen in Pakistan. Eine nächste offizielle Konferenz der Vermittlerstaaten ist für Montag in Islamabad geplant.