Ein Buckelwal, der seit Samstag in flachem Wasser vor Wismar gesichtet wurde und zunächst durch eine Barriere vor neugierigen Zuschauern geschützt war, ist am Montagabend abgetaucht. Aufgrund der Dunkelheit konnten die Boote ihn nicht mehr lokalisieren und mussten zurückkehren.
Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern (SPD), äußerte sich positiv: “Die ihm gewährte Ruhe hat sich ausgezahlt. Der Wal hatte genug Energie aufgenommen, um auf die Anreize unseres Bootes zu reagieren und loszuschwimmen”.
Am Montagnachmittag hatten Wissenschaftler, Umweltschützer sowie Minister Backhaus versucht, den Kontakt zum Tier herzustellen. Laut einem Sprecher des Ministeriums zeigte der Wal auf die Annäherung des Bootes mit vermehrter Agilität.
Der Buckelwal war ursprünglich in der Nacht vom 22. zum 23. März auf einer Sandbank bei Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein) gestrandet. In der Nacht zum Freitag gelang es ihm, mit Unterstützung von Helfern, die einen Graben ausgehoben hatten, das flache Wasser zu verlassen. Am Samstag wurde er schließlich vor Wismar gesichtet.
Nach Angaben des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern befand sich der Wal seit dem 3. März in den küstennahen Gebieten der Ostsee.