Die Betreuung zu Hause wird immer komplexer. Aus diesem Grund entschlossen sich elf Gemeinden, ab 2027 gemeinsam vorzugehen.
In einer Pressemitteilung gab die künftige “Spitex Sempachersee Plus” bekannt, dass sieben Spitex-Organisationen zusammen mit den Gemeinden Buttisholz, Eich, Grosswangen, Hildisrieden, Neuenkirch, Nottwil, Rain, Rothenburg, Ruswil, Sempach und Triengen eine neue Einheit bilden werden. Der Start der neuen Organisation ist für Januar 2027 geplant, um in einer großen Region Pflege- und Unterstützungsleistungen im häuslichen Umfeld zu gewährleisten. Die Initiatoren betonen jedoch, dass finanzielle Erwägungen nicht die treibende Kraft sind.
Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen streben die Verantwortlichen keine Kostensenkung an, sondern wollen stattdessen die Versorgungsqualität sichern. Viele bestehende Spitex-Dienste kämpfen mit Personalengpässen und müssen gleichzeitig mehr leisten.
Die Gründung zielt darauf ab, eine größere und stabilere Organisation zu schaffen, um bessere Erreichbarkeit, ein umfangreicheres Angebot und attraktivere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Einfachere Vertretungsmodelle sind ebenfalls Teil des Plans.
Obwohl nicht primär ökonomisch motiviert, zeigt eine Finanzanalyse der Treuhandgesellschaft “BDO”, dass das Projekt mittel- bis langfristig auch finanzielle Vorteile mit sich bringt. Durch den Zusammenschluss können Abläufe optimiert und Aufgaben gemeinsam erledigt werden.
Als gemeinnützige Aktiengesellschaft geplant, wird die neue Spitex zur zweitgrößten im Kanton Luzern aufsteigen. Bis Ende Mai 2026 soll der Verwaltungsrat gewählt sein; die rechtliche Gründung ist für den Sommer angesetzt. Anschließend müssen noch Bewilligungen und Anerkennungen durch Krankenkassen eingeholt werden, bevor im Jahr 2027 der Betrieb aufgenommen werden kann.
Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung der Spitex Planungsregion Sursee