Im Hinspiel der Barrage zeigte sich kein Klassenunterschied zwischen dem FC Aarau und den Grasshoppers. Am Donnerstag muss GC deutliche Fortschritte machen, um nicht in die Challenge League abzusteigen.
In der letzten Viertelstunde des Spiels im ausverkauften Brügglifeld regte sich Hoffnung unter den Fans des FC Aarau. Mit dem Gesang „Hopp Aarau“ und frenetischem Beifall unterstützte das Publikum auf der Holztribüne die Mannschaft, die trotz eines engagierten Spiels kein Tor erzielen konnte.
Spielerisch gab es keine Unterschiede zwischen dem Challenge League-Team und den Zürchern aus der oberen Liga. Nach 67 Minuten ersetzte GC-Trainer Peter Zeidler den wirkungslosen Young-Jun Lee durch Imourane Hassane, was auf eine Defensivstrategie hindeutete.
GCs Spiel war geprägt von Fehlzuspielen und ungenauer Ballkontrolle. Vor der Einwechslung Hassanes hatte GC Glück, keinen Gegentreffer bei einem Eckball zu kassieren. Serge Müller von Aarau vergab eine Kopfballgelegenheit.
Die Schlussphase der Gastgeber brachte keine Tore. Raúl Bobadilla, ein früherer Spieler von GC, verpasste die beste Chance knapp.
Das Spiel endete 0:0 und lässt den Ausgang des Rückspiels am Donnerstag offen. Zeidler äußerte sich zufrieden mit dem Ergebnis, betonte aber, dass Verbesserungen nötig seien für die Super League. Als dritter Trainer in dieser Saison soll er GC vor einem Abstieg bewahren.
Zeidlers Hoffnung auf das Rückspiel war an diesem Tag nicht spürbar. Er sprach von einer möglichen Unterstützung durch Zuschauer aus Aarau, was fast wie Galgenhumor wirkte.
Aaraus Trainer Brunello Iacopetta äußerte Stolz über die Leistung seiner Mannschaft und betonte deren Reife trotz des vorherigen Rückschlags beim 2:2 gegen Yverdon. Die Spieler bewiesen nach dem emotionalen Wochenende ihre mentale Stärke.
Die Partie begann vorsichtig, erst nach der Halbzeitübernahme bestimmte Aarau das Spielgeschehen und erzeugte Druck bei GC. Fehler wie jener von Sven Köhler signalisierten Schwächen bei den Zürchern.
Ein weiteres Indiz für die Probleme war ein Streit um einen Freistoss, der mit einem Fehlschuss endete.
Für das Rückspiel bleibt alles offen. Aarau hat nach der Verzögerung und GCs Aufstellung im letzten Spiel neue Hoffnung geschöpft. Die Liga rügte GC, änderte aber nichts an Aaraus Nachteil. Dennoch kann sich Aarau nicht mehr so zurückliegen wie in der vergangenen Saison.
Der Glaube kehrt ins Brügglifeld zurück; die Grasshoppers hoffen auf eine erneute Glücksmöglichkeit.