Ein gemütlicher Sofa-Abend mit Chips, einem Getränk und Fernbedienung sollte eigentlich entspannt beginnen. Doch dann tauchen diese vier Filme auf – wie charmante Störenfriede, die sofort Popcorn, Herz und Gehirn erobern. Plötzlich denkt man an vergessliche Großväter, sprechende Pandas, endlose Prärien und charmante Bankräuber, während man heimlich hofft, dass Kevin Costner weiter reitet. Vier Filme, die es wert sind, gesehen zu werden:
Man setzt sich hin mit dem Gedanken: «Ach, Anthony Hopkins wird bestimmt gediegen.» Doch dann erlebt man einen Film, der chaotischer wirkt als ein schlecht sortierter Kleiderschrank im Kopf – und man befindet sich darin. Besonders unangenehm: Die Wohnung verwandelt sich in ein Labyrinth aus Möbeln und Menschen, die plötzlich anders aussehen. Man fragt sich, ob man kurz eingenickt ist – was jedoch nicht der Fall war; das ist Absicht. Für diese Rolle erhielt Hopkins mit über 80 Jahren den Oscar.
Man erwartet sprechende Tiere, etwas Kung Fu und dumme Witze, doch bekommt stattdessen gutes Timing, Selbstironie und die Erkenntnis, dass ein Panda mehr über Selbstfindung weiß als man selbst nach drei Podcasts. Jack Black spricht wieder Po – es scheint, als wäre er genau für solche Rollen geboren, in denen er schreit und dennoch liebenswert bleibt. Die Animatoren arbeiteten mit echten Kampfsportlern zusammen, um authentische Kung-Fu-Moves zu kreieren.
Man sitzt da und reitet plötzlich durch die Prärie – stundenlang in Stille. Und denkt: «Vielleicht ist modernes Leben doch überbewertet.» Spoiler: Es ist es. Teile des Films wurden in Lakota-Sprache gedreht, was 1990 ungewöhnlich war. Costner führte Regie, spielte die Hauptrolle und lernte vermutlich, mit einem Pferd zu sprechen.
George Clooney als Bankräuber. Jennifer Lopez als U.S. Marshal. Man denkt: «Ja, die sollten zusammen sein, auch wenn das rechtlich… schwierig ist.» Der Film lebt von coolen Dialogen, die man gerne im Alltag verwenden würde – leider ohne Erfolg, da man nicht George Clooney ist. Der Film machte Clooney vom Serienarzt zum Kinostar und zeigt, dass zwei Menschen unter denkbar unromantischen Umständen (Handschellen, Kofferraum) eine überzeugendere Beziehung aufbauen können als in vielen Liebesfilmen. Danach scheint Verbrechen charmant.
Das Herz voller Emotionen, der Kopf chaotischer – das ist die Magie eines perfekten Filmabends. SRF zwei; 6.4.2026; 22:30 Uhr