Autor: Hana Fink
Ein spannendes Forschungsprojekt nimmt Gestalt an, bei dem Wissenschaftlerinnen der Hochschule Luzern (HSLU) zusammen mit Partnerinstitutionen herausfinden möchten, wie Salat auf Mondstaub wachsen kann. Im Kanton Zürich in Dübendorf wurde nun eine neue Forschungsanlage eröffnet. Hier soll untersucht werden, ob Ackerbau im Weltall möglich ist. Das Projekt wird von der HSLU, der Universität Zürich und der Euro Tube Foundation getragen.
In dieser Anlage, die als Space Habitat Analog Research Facility (Sharf) bekannt ist, sollen Bedingungen des Mondes oder Mars simuliert werden, um zu testen, wie Pflanzen und Mikroorganismen unter diesen extremen Umständen gedeihen könnten. Das Projekt ist Teil des Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein (CSA), das 13 Institutionen aus der Schweiz und Liechtenstein vereint, um Forschung in der modernen Raumfahrt zu fördern.
Die Sharf ermöglicht es den Wissenschaftlern, nahezu Vakuumverhältnisse sowie eine CO₂-reiche Marsatmosphäre herzustellen. Auch wird mit nährstoffarmem Boden und speziellen Lichtbedingungen gearbeitet, die einem Mondtag ähneln. Für Experimente mit reduzierter Schwerkraft kommen Geräte zum Einsatz, die Proben ständig drehen.
HSLU-Professor Marcel Egli betont, dass Erkenntnisse aus diesen Versuchen nicht nur für den Weltraum relevant sind, sondern auch der Landwirtschaft auf der Erde zugutekommen könnten. Insbesondere erschöpfte Böden könnten von Techniken profitieren, die unter extremen Bedingungen entwickelt werden.
Die Sharf ist nicht ausschließlich für Professorinnen und Professoren gedacht; auch Studierende der HSLU sowie der Universität Zürich haben dort die Möglichkeit, an Projekten zu arbeiten. Sie führen eigene Experimente durch und helfen bei der Auswertung von Daten. Partnerhochschulen aus dem In- und Ausland sind ebenfalls involviert.
Das Projekt wurde von der HSLU initiiert, wobei die Universität Zürich Laborinfrastruktur am Flugplatz Dübendorf zur Verfügung stellt. Ein weiterer wichtiger Beitrag kommt von der Euro Tube Foundation mit ihrer sogenannten Demo Tube.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung der HSLU