Seit fünf Jahren fehlt Alishia Bucher, bekannt als «Luca», von der Bildfläche. Trotz intensiver Ermittlungen und einer internationalen Suche ist sie nicht aufgetaucht. Die Luzerner Polizei und Staatsanwaltschaft haben den Fall nun wieder aufgenommen.
Anita Bucher äußerte im Mai 2021 gegenüber zentralplus ihre Sorge: «Ich befürchte, ich sehe meine Tochter Alishia nie wieder.» Das Mädchen wird seit dem 22. April 2021 vermisst. Sie verließ ihren Wohnsitz in Adligenswil und wurde zuletzt am Bahnhof Luzern gesehen.
Die Strafuntersuchungsbehörden von Luzern haben den Fall neu aufgerollt, wie sie kürzlich bekanntgaben. Trotz umfangreicher Maßnahmen wie einer öffentlichen Vermisstmeldung, Suchaktionen, Befragungen und einem internationalen DNA-Abgleich gab es bisher keine konkreten Ergebnisse.
Neue Hinweise haben die Behörden zu zusätzlichen Untersuchungen veranlasst. Ein Tötungsdelikt kann nach aktuellem Stand nicht ausgeschlossen werden. Alishia Bucher war alkohol- und drogenabhängig und hatte sich einer Geschlechtsangleichung unterzogen, weshalb sie in ihrem Umfeld «Luca» genannt wurde.
Die Behörden bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe. Gesucht werden Hinweise zu Alishias Verbleib und ihren persönlichen Gegenständen sowie verdächtige Beobachtungen aus dem April 2021. Für nützliche Informationen, die zur Klärung des Falls beitragen oder zum Auffinden von «Luca» führen, wurde eine Belohnung von 5000 Franken ausgelobt. Hinweise nimmt die Luzerner Polizei unter 041 248 81 17 entgegen. Alle Meldungen werden vertraulich behandelt.
Alishia Bucher ist 1,63 Meter groß und wog etwa 50 Kilogramm. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie ein schwarzes Cap, eine schwarz gefütterte Parkajacke, eine schwarze Trainerhose und weisse Adidas-Schuhe. Bei ihr befanden sich ein Nokia-Mobiltelefon, ein blau-gelbes Portemonnaie, eine Schweizer ID, eine Bankkarte der Luzerner Kantonalbank, eine weiße Plastik-Uhr von Swatch, ein Kaba-Star-Schlüssel und eine schwarze Tasche mit Kordel.