In den 1970er Jahren erlangte Georg Baselitz, geboren als Hans-Georg Kern 1938 in Deutschbaselitz, Sachsen, internationale Bekanntheit. Seine expressiven Werke reflektierten die innere Unruhe eines Menschen, der während des Krieges und der Nachkriegszeit aufwuchs. Baselitz beschrieb sich als Teil einer zerstörten Ordnung, Landschaft und Gesellschaft – ein Motiv, das ihn sein Leben lang begleitete.
Nach Berlin zog es den jungen Mann, wo er erste künstlerische Erfolge feierte. Doch eine ständige Unruhe ließ ihn weder in Berlin noch an anderen Orten wie Norddeutschland, Bayern oder Österreich sesshaft werden. Seine Kunst war von dieser Unruhe geprägt; mit großformatigen Gemälden setzte er Normen und Gewissheiten unter Frage.
Baselitz ist vor allem für seine Technik bekannt, Motive auf den Kopf zu stellen – ein Beispiel dafür ist das 1969 gemalte Bild “Der Wald auf dem Kopf”. Diese Methode prägte über Jahrzehnte seine Arbeit. Trotz seiner innovativen Ansätze blieb er stets der figurativen Malerei treu und lehnte Abstraktion ab.
In den 1980er Jahren zählte Baselitz zu den am besten bezahlten deutschen Künstlern. Seine kreative Energie hielt bis ins hohe Alter an: Anlässlich seines 80. Geburtstags, acht Jahre vor seinem Tod, organisierte die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel eine Retrospektive. Doch Baselitz selbst bevorzugte es, neue Werke zu schaffen und sah im Rückblick keine Faszination.
Echo der Zeit berichtete am 30. April 2026 um 18:00 Uhr über seinen Tod.