Im Zuge des Prozesses gegen einen Hauptbeschuldigten gestand ein Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln seine Pläne, Selbstmordanschläge während der geplanten Auftritte von Taylor Swift in Wien zu verüben. Die Konzerte im Rahmen ihrer „Eras Tour“ wurden vor zwei Jahren abgesagt, nachdem ein amerikanischer Geheimdienst österreichische Behörden über Anschlagspläne informierte. Der 19-Jährige Beran A., der später festgenommen wurde, hatte chemische Substanzen und Bombenbauanleitungen bei sich. Er gestand, Sprengstoff herstellen und ein Attentat begehen zu wollen, allerdings ohne konkreten Plan.
Bereits im Internet war er auf radikale islamistische Inhalte gestoßen, die ihn beeinflussten. Seine Anwältin erwähnte einen früheren Freund namens Hasan E., der eine entscheidende Rolle in seiner Radikalisierung spielte. Hasan E., nun in Saudi-Arabien inhaftiert, soll den Mordversuch auf einen Sicherheitsbeamten in Mekka befohlen haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft Beran A. und einem Mitangeklagten, Arda K., Mittäterschaft beim Mordvorhaben vor, da sie enge Kontakte zu Hasan E. pflegten. Obwohl der Plan eines Dreifachanschlags abgestritten wird, könnte ein Schuldspruch für beide Angeklagte eine Haftstrafe von zehn bis zwanzig Jahren bedeuten. Das Verfahren soll Ende Mai mit einem Urteil enden.