Eine französische Firma zieht ihren Betrieb aus dem Kanton Luzern ab, was zur Entlassung von zahlreichen Mitarbeitenden führt. Die Serge Ferrari Tersuisse SA in Emmenbrücke ist von dieser Massenentlassung betroffen, bei der 62 Angestellte ihre Stellen verlieren, wie die “Luzerner Zeitung” berichtet. Der französische Konzern entscheidet sich dazu, die Produktion ins Ausland zu verlagern und schließt den Standort in Emmenbrücke. Dieser war einst als Viscosuisse bekannt und hat nun das Ende erreicht. Der Hauptsitz der Gruppe wird nach La Tour-du-Pin in Frankreich verlegt, wo auch das Hauptquartier liegt, begründet durch schwierige Marktbedingungen. Die betroffenen Mitarbeiter wurden am Montag über die Schließung informiert.
Die Konkurrenz aus Asien mit ihren günstigeren Produkten macht es unmöglich, im Emmenbrücker Standort weiterhin rentabel zu produzieren; Produkte wie Multifilamentgarne für industrielle Anwendungen – beispielsweise in Sonnenstoren und Fussballstadiondächern – sind nun kostengünstiger aus Asien erhältlich. Der zweite Schweizer Standort der Firma in Eglisau bleibt von dieser Maßnahme unberührt.
Die Gemeindepräsidentin Ramona Gut-Rogger von Emmen äußerte ihr Bedauern über die Schließung und plant für den Mai ein Gespräch mit der Besitzerfamilie. Die Produktionskosten in Emmenbrücke führten zu erheblichen Verlusten, was die Entscheidung zur Verlagerung rechtfertigt.