J. D. Vance hatte sich stets gegen einen Konflikt mit dem Iran ausgesprochen und Donald Trump davor gewarnt. Nun soll er den diplomatischen Ausweg aus der Eskalation, die unter Trump begann, finden.
In einem Gespräch mit dem Podcast «NZZ Akzent» äusserte sich USA-Korrespondent Christian Weisflog über Vance: Trotz seiner früheren Positionierung gegen einen Krieg findet sich Vance nun in einer Schlüsselrolle wieder. 21 Stunden lang verhandelte er gemeinsam mit der US-Delegation in Islamabad, konnte aber keinen Durchbruch erreichen.
Bereits während des Wahlkampfs 2024 hatte Vance klar seine Ablehnung eines Krieges mit dem Iran ausgedrückt und argumentiert, dass solche Konflikte teuer seien und von den eigentlichen Problemen in den USA ablenken würden. Deshalb unterstützte er Trump, der keine neuen militärischen Auseinandersetzungen versprach.
Doch die Realität nahm eine andere Wendung: Nach Angriffen der USA und Israels auf den Iran im Februar wurde Vance zu dem Mann, der nun Trumps eskalierte Lage bereinigen soll. Christian Weisflog betont, dass für Vance viel auf dem Spiel stehe. Scheitern die Verhandlungen, würde er politisch zur Zielscheibe werden, während ein erfolgreicher Deal es Trump ermöglichen könnte, die Erfolge für sich zu reklamieren.
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