In einem Gespräch mit dem weltweit erfolgreichen Autor John Grisham wird deutlich, dass er davon überzeugt ist, Donald Trump bald als vergessene Figur der Geschichte zu betrachten. Der 71-jährige Schriftsteller, dessen Bücher sich über 400 Millionen Mal verkauft haben und somit nur von Danielle Steel sowie J.K. Rowling übertroffen werden, spricht aus seinem Arbeitszimmer in Charlottesville, Virginia. Grisham, bekannt für seine juristischen Thriller, reflektiert über seine Anfangsjahre als wenig erfolgreicher Anwalt in Mississippi, die ihm Inspiration für sein neues Buch “Das Vermächtnis” lieferten.
Grisham erzählt, wie er und der Protagonist Simon Latch von Gier getrieben sind, ein Spiegelbild seiner eigenen frühen Karriere. Das Buch thematisiert zudem die Probleme des Rechtssystems in den USA, darunter zahlreiche Fehlurteile. Grisham betont, wie wichtig Reformen wären und kritisiert Trumps Ansatz zur Strafjustiz.
Obwohl er viele Bücher schreibt, um auf Missstände aufmerksam zu machen, bleibt Grishams Ziel die Unterhaltung. Er hat sich nie als politischer Aktivist gesehen, sondern vielmehr als jemand, der durch seine Geschichten Probleme anspricht. Als streng konservativ erzogenes Mitglied der Südbaptisten fand er schließlich zu den Demokraten, beeinflusst von seiner Frau aus einer gemäßigteren Region.
Grisham hat eine disziplinierte Arbeitsweise beibehalten: Er beginnt jedes neue Buch am 1. Januar und vollendet es bis zum 1. Juli. Seine Recherchen führt er selbst durch, trotz der Tatsache, dass viele Autoren auf externe Hilfe zurückgreifen.
Die USA bleiben für Grisham ein inspirierendes Land, obwohl seine Vision davon erschüttert wurde. Er äußert Hoffnung, dass die Republikaner und Trumps Einfluss bald enden werden, da er glaubt, dass der “Trumpismus” ohne seinen charismatischen Anführer nicht bestehen kann.
Trotz seines enormen Erfolges sieht Grisham noch viel Potenzial in den Geschichten aus der Welt des Rechts und setzt seine Liste mit Themen für zukünftige Bücher fort.