Im November 2025 erlebten zahlreiche Schweizer KMU einen massiven Serverausfall beim Hosting-Anbieter Webland aus Basel. Über Wochen hinweg waren viele Unternehmen kaum erreichbar, da ihre Internetseiten offline waren und E-Mail-Dienste nicht funktionierten. Dies führte zu Sorgen um ihren Ruf und mögliche Auftragsverluste. Zudem kritisierten die Betroffenen das mangelnde Kommunikationsmanagement des Unternehmens während der Krise.
Nachdem Webland seine Server wieder in Betrieb genommen hat, wurden neue Rechnungen mit Gutschriften für den Ausfall verschickt. Diese Entschädigungen stoßen jedoch auf Unmut: Ein Fotobetriebsinhaber, der sich an das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» wandte, sieht die ihm gutgeschriebenen 20 Franken von einer Rechnung über 530 Franken als lächerlich an und kritisiert, dass dies seinen Aufwand nicht annähernd decke.
Auf der Bewertungsplattform Trustpilot äußern andere Betroffene ebenfalls ihren Ärger: Kommentare wie «Schämt euch!» oder «lächerlicher Betrag» sind häufig. Ein Kunde vermerkt dort, dass die Gutschrift von 2.70 für ein selbst verschuldetes Desaster schon dreist sei.
Der schwedische Mutterkonzern Miss Group erkennt an, dass einige Kunden mit der Entschädigung unzufrieden sind. Dennoch betont das Unternehmen, dass die Gutschrift den Geschäftsbedingungen entspreche und bietet Gesprächsbereitschaft für unzufriedene Kunden an. Der Fotobetriebsinhaber erhielt daraufhin eine Nachricht von Webland, dass die Gutschrift die rechnerische Ausfallzeit widerspiegele.
Laut der schriftlichen Stellungnahme des Unternehmens sei nun ein neues System implementiert, das korrekt funktionieren soll. Es wurden zudem Leistungsverbesserungen vorgenommen. Die genaue Ursache für den Ausfall wird nicht verraten; lediglich erwähnt wird, dass das primäre System ausgefallen sei und alle Dienste auf ein Backup übertragen wurden, das dann ebenfalls versagte.
Radio SRF 1, Espresso, 1.4.2026, 08:10 Uhr