Die Regierung des Kantons Bern weist die Vorwürfe über unzureichende Haftbedingungen in mehreren Regionalgefängnissen entschieden zurück. Eine nationale Kommission, die Folter verhindern soll, äusserte sich besorgt über menschenunwürdige Zustände und mögliche Verstösse gegen internationale Menschenrechtsnormen.
Die Anlagen in Bern, Biel, Burgdorf sowie Thun stehen im Mittelpunkt der Kritik. Besonders die Überbelegung sowie das Problem der Mehrfachbelegungen von Einzelzellen wird angeprangert. Der Regierungsrat widerspricht jedoch dem Vorwurf konkreter Verstösse gegen gesetzliche Normen.
Die Kantonsregierung räumt ein, dass die Gefängnisse stark ausgelastet sind, weist dies aber auf eine außergewöhnliche Situation zurück. Seit 2022 sei die Anzahl der Hafttage gestiegen, was zu einer erhöhten Auslastung geführt habe. Es stünden zudem zusätzliche Plätze zur Verfügung.