Shi Heng Yi sieht sich nicht als Retter, sondern teilt seine Erfahrungen mit anderen. Er erkennt an, dass viele Menschen ähnliche innere Dilemmata haben wie er – die er jedoch teilweise gelöst hat. Seine Ratschläge sind keine Lösungen, sondern Angebote zur Reflexion.
In der Sendung «Shaolin Challenge» vermittelt Shi Heng Yi gemeinsam mit Shifu Yan Lei sechs bekannten Persönlichkeiten in einem 1000 Jahre alten Tempel in Südkorea fünf Weisheiten. Tamy Glauser spricht über das Gefühl, nicht dazuzugehören. Der Meister fragt: «Willst du, dass andere dich integrieren oder willst du in deiner Welt bleiben und die Anderen so akzeptieren?» Es sei unmöglich beides gleichzeitig zu erreichen.
Shi Heng Yi betont, das Gefühl der Entfremdung liege nicht bei anderen, sondern bei einem selbst. «Ein Finger zeigt nach aussen, drei zeigen auf dich», verdeutlicht er diese Erkenntnis.
Pat Burgener beschreibt ein nie endendes Streben nach Perfektion. Shi Heng Yi sieht darin eine Kompensation für mangelnde Anerkennung oder Liebe und fragt: «Was fehlt dir wirklich?»
Nöldi Forrer spricht über den Dauerstress seines Lebens. Der Shaolin-Meister rät, die Unvermeidbarkeit von Fehlern anzuerkennen. Wir kommen mit nichts ins Leben und gehen mit nichts – was bleibt ist begrenzt.
Isabel Egli verliert sich in der Fürsorge für andere. Shi Heng Yi warnt vor der Überforderung eigener Ressourcen: «Wenn es dir nicht gut geht, wie kannst du anderen helfen?» Es gelte erst selbst zu stärken, bevor man anderen beistehen kann.
Melanie Winiger leidet unter unverarbeiteten Verlustängsten. Der Meister empfiehlt, einen inneren Ort für die Toten zu schaffen und sich auszusprechen: «Rede dich frei, sag alles, was du damals nicht gesagt hast.»
Die sechs Folgen von «Shaolin Challenge» sind auf Play SRF verfügbar.