In einer von Hana Fink verfassten Berichterstattung wird deutlich, dass das Baubewilligungsverfahren in Luzern weiterhin auf Geduld setzt. Trotz signifikanter Bemühungen hat die Stadt die durchschnittliche Dauer der Verfahren um fast vier Wochen reduziert. Im Jahr 2025 dauerte ein solches Verfahren im Mittel 147 Kalendertage, verglichen mit 171 Tagen im Vorjahr. Diese Verbesserung ist vor allem auf mehr Personal, klarere Abläufe und die Implementierung der digitalen Plattform «cymo ebau», welche seit Januar den gesamten Prozess von Einreichung bis Abnahme ermöglicht, zurückzuführen.
Trotz dieser Fortschritte bleibt das Problem jedoch ungelöst. Der Grosse Stadtrat hatte 2024 zusätzliche Stellen genehmigt, um die Verfahrenszeiten zu verkürzen, und diese konnten im Jahr 2025 schrittweise besetzt werden. Die Umstrukturierung der Führung trägt ebenfalls dazu bei.
Der Druck auf das System bleibt jedoch hoch; die Anzahl der offenen Geschäfte nimmt weiter zu. Hauptursachen hierfür sind die parallele Bearbeitung von alten und neuen Bau- sowie Zonenordnungen sowie das Eintreffen unvollständiger Gesuche.
Infolgedessen erreicht Luzern immer noch nicht die kantonalen Fristen: 40 Arbeitstage im ordentlichen Verfahren und 25 im vereinfachten. Die Stadt sieht diese Vorgaben unter den aktuellen Umständen als unrealistisch an.