Ein Grossbrand hat am Wochenende eine Diskothek nahe der deutsch-französischen Grenze verwüstet. Rund 750 Gäste konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Ursache des Feuers, das am frühen Sonntagmorgen im zweistöckigen Gebäude ausbrach und den gesamten Komplex zerstörte, ist noch unbekannt.
Trotz der dramatischen Lage erlitten die etwa 750 Besucher im ‘K Club’ keine schweren Verletzungen. Der Einsatzleiter der Kehler Feuerwehr, David Oster, lobte das Personal für dessen schnelles und koordiniertes Handeln bei der Evakuierung. Die Diskothek befindet sich östlich von Straßburg und ist bei jungen Franzosen beliebt.
Einige Gäste verglichen die Situation mit dem verheerenden Feuer im Schweizer Skiort Crans-Montana, bei dem 41 Menschen starben. Eine Besucherin berichtete der Tageszeitung ‘Dernières Nouvelles d’Alsace’, dass das schnelle Ausbreiten des Feuers an den Brand in Crans-Montana erinnerte: “Zuerst wusste ich nicht, was passiert war. Doch nach ein paar Sekunden sah ich, wie sich das Feuer ausbreitete. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass jeder wusste, was zu tun ist.”
Laut einer Polizeisprecherin gegenüber der NZZ sind die Ermittlungen zur Brandursache noch im Gange; mögliche Auslöser könnten ein technischer Defekt oder pyrotechnische Dekorationen sein. Der finanzielle Schaden dürfte höher ausfallen als zunächst angenommen, da erhebliche Wasserschäden in einem benachbarten Gebäude entstanden sind und die Diskothek vom Stromnetz getrennt werden musste, was auch eine nahe Apotheke betraf und deren Medikamentenkühlung beeinträchtigte.