In Myanmar hat das Parlament den früheren Oberhaupt der Militärjunta, Min Aung Hlaing, zum Präsidenten ernannt. Der 69-Jährige trat erst am Montag von seinem Posten als Oberbefehlshaber zurück, um sich für die Wahl im Parlament zur Verfügung zu stellen.
Unter seiner Führung hatte das Militär vor etwa fünf Jahren den Sturz der demokratisch gewählten Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi vollzogen. Seitdem erlebt Myanmar einen Bürgerkrieg, bei dem rund 90.000 Menschen ums Leben kamen und mehr als 3,6 Millionen vertrieben wurden.
Menschenrechtsgruppen sowie die Vereinten Nationen werfen der Militärjunta Kriegsverbrechen vor.