Für den Schweizer Markt wurden in diesem Jahr rund 19,5 Millionen Schokoladenhasen produziert, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 23 Millionen Hasen des Vorjahres. Der Konsum von Schokolade ging zurück, was laut Chocosuisse unter anderem auf die hohen Kakaopreise zurückzuführen ist. Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass unverkaufte Schokoladenhasen eingeschmolzen und zu Samichläusen umgewandelt werden. Dieser Glaube wurde jedoch vom Migros-Sprecher als hartnäckige «Urban Legend» entlarvt.
Migros berichtet, dass fast alle Osterschokolade bis Ostern verkauft wird, da die Nachfrage aufgrund von Erfahrungswerten präzise vorhergesagt werden kann. Nicht verkaufte Produkte würden nach den Feiertagen stark reduziert oder an Mitarbeiter verteilt.
Aldi Suisse bestätigt ähnliche Vorgehensweisen, wobei Restbestände im Ostergeschäft üblicherweise gering sind. Übrig gebliebene Waren würden bis zu 50 Prozent im Preis reduziert werden: “Unverkäufliches trotz Rabattierung wird nicht eingeschmolzen, sondern wo möglich karitativen Organisationen und Foodsave-Vereinen gespendet”, so Aldi Suisse. Coop und Volg verfolgen eine ähnliche Strategie; Volg bietet alle Restbestände in den kommenden Wochen zu halbem Preis an.
Auch bei Sprüngli bleiben kaum Produkte unverkauft. Die wenigen übriggebliebenen Osterprodukte können Mitarbeiter zu einem symbolischen Preis erwerben, ohne dass sie eingeschmolzen oder weiterverarbeitet werden.
Chocosuisse meldete einen Rückgang des gesamten Schokoladenabsatzes im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent auf 192.548 Tonnen, sowohl im Inland als auch im Export. Innerhalb der Schweiz sank der Absatz um 4,4 Prozent auf 55.719 Tonnen. Pro Kopf wurden 2025 10,3 Kilo Schokolade konsumiert, ein Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verbrauch von Schweizer Schokolade fiel besonders stark um 4,5 Prozent auf 6,1 Kilo pro Kopf.
Radio SRF Treffpunkt, 1.4.2026, 10:03 Uhr