In einer jüngsten Predigt übte Papst Leo scharfe Kritik an der Kriegsführung der US-Regierung und bezeichnete die Drohungen des amerikanischen Präsidenten gegen den Iran als «wirklich inakzeptabel». Trump reagierte darauf mit Postings auf Sozialen Medien, darunter ein umstrittenes KI-generiertes Bild, das ihn im Jesus-ähnlichen Gewand zeigt. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.
Trump erklärte am Morgen nach dem Posting, dessen Bild mittlerweile gelöscht wurde, dass es sich nicht um eine Darstellung als Jesus handele, sondern als Arzt. Er betonte seine Unterstützung für das Rote Kreuz und wollte sich somit in der Funktion eines Mitarbeiters zeigen. Stunden später entfernte er das Bild von seinem Account.
US-Vizepräsident JD Vance riet dem Papst in einem Fox News-Interview, sich aus amerikanischen politischen Angelegenheiten herauszuhalten und konzentrierte sich auf moralische Fragen zu lenken. Die Spannungen zwischen Trump und dem Pontifex seien für den katholisch gewordenen Republikaner laut eigenen Worten unbedenklich.
Vance äußerte die Vermutung, dass der Präsident das Bild als Scherz verstanden habe, aber rasch erkannt habe, dass dies bei vielen Menschen auf Unverständnis stieß. Unterstützer Trumps kritisierten ebenfalls den Post. Die rechtsgerichtete Autorin Megan Basham von «Daily Wire» äußerte sich skeptisch über die Intention des Präsidenten und forderte eine schnelle Löschung sowie Entschuldigungen beim amerikanischen Volk und bei Gott.
Riley Gaines, Moderatorin bei Fox News und transfeindliche Aktivistin, kritisierte das Bild ebenfalls. Sie betonte, dass Gott nicht verhöhnt werden dürfe und Trump mehr Bescheidenheit an den Tag legen solle. Auch die italienische Ministerpräsidentin meldete sich offiziell zu Wort und bezeichnete Trumps Worte gegenüber dem Heiligen Vater als inakzeptabel. Sie betonte, dass es selbstverständlich sei, dass das Oberhaupt der Katholischen Kirche zum Frieden aufrufe.
Der Papst zeigte sich von Trumps Kritik unbeeindruckt und erklärte gegenüber CBS, keine Angst vor der Trump-Regierung zu haben. Er betonte, kein Politiker zu sein und hob hervor, dass die Botschaft «Selig sind die Friedensstifter» aktuell dringender denn je sei.