Bundespräsident Guy Parmelin besuchte während der Vereidigung neuer Schweizergardisten im Vatikan den Pontifex. Er überreichte dem Papst einen signierten Tennisschläger von Roger Federer als Geschenk, da Federer selbst leider nicht anwesend sein konnte. Parmelin betonte, dass der Schläger zum Aufhängen gedacht sei; er brachte aber auch ein zweites Exemplar für den sportlich aktiven Papst Leo mit.
Im Mai hatte der Pontifex bereits einen Schläger von Jannik Sinner erhalten sowie eine Ehrenmitgliedschaft im italienischen Tennis- und Padel-Verband FITP. Eine Partie mit Sinner im Vatikan lehnte er jedoch damals ab.
Während des Gesprächs ging es auch um die geplanten Bauarbeiten der neuen Kaserne für die päpstliche Schweizergarde, die 2028 beginnen sollen und anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Plünderung Roms im Jahr 1527.
Die Baugenehmigung durch die Unesco steht noch aus, da grössere Arbeiten am Weltkulturerbe von dieser Organisation bewilligt werden müssen. Parmelin beschrieb das Treffen mit Papst Leo XIV., der seinen ersten Jahrestag als Pontifex feiert, als “offen und freundschaftlich”.
In ihren Gesprächen standen internationale Konfliktherde im Mittelpunkt, wobei die Rolle des Papstes in Zeiten großer Spannungen hervorgehoben wurde. Parmelin äußerte sich überzeugt davon, dass der Einfluss der päpstlichen Botschaften für den Frieden zunehmen wird.
An der Zeremonie nahm auch die Schweizer Armee teil, repräsentiert durch Korpskommandant Benedikt Roos. 28 Rekruten legten ihren Fahneneid ab und gelobten, den Papst bis aufs Äußerste zu schützen. Die Schweizergarde ist seit 1506 das offizielle Militär des Papstes und gilt als älteste Armee der Welt.
SRF 4 News, 4.5.2026, 16 Uhr