Die Zürcher Lions setzen ihre beeindruckende Heimserie in den Play-offs fort, indem sie im Halbfinale gegen Davos ausgleichen. Genf hingegen gewinnt zuhause mit 7:3 gegen Fribourg.
(sda) Die ZSC Lions haben die Halbfinalserie gegen Davos auf 1:1 ausgeglichen. Der Titelverteidiger errang einen 3:1-Sieg und setzte damit seine Serie von Heimsiegen in den Play-offs fort. Mit diesem Sieg ist es der 19. Erfolg hintereinander vor eigenem Publikum für die Zürcher, nachdem sie im April 2023 im Halbfinal gegen Biel eine Heimniederlage hinnehmen mussten.
Chris Baltisberger traf entscheidend in der 46. Minute zum 2:1 aus Sicht des ZSC. Bereits zwei Tage zuvor hatte er bei der 2:4-Niederlage das zweite Tor geschossen. Vinzenz Rohrer erhöhte in der 54. Minute auf 3:1 und sicherte damit die Vorentscheidung für die Lions.
In der Westschweiz konnte Genève-Servette einen Heimsieg von 7:3 gegen Fribourg-Gottéron verbuchen, womit sie die Serie ausgleichen konnten. Die Partie vor 6917 Zuschauern in der ausverkauften Les-Vernets-Halle bot zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten.
In den ersten beiden Dritteln bestimmte Servette das Geschehen und antwortete so auf die 1:3-Niederlage von zwei Tagen zuvor. Nach gut 34 Minuten lagen die Gastgeber dank Toren von Vili Saarijärvi, Giancarlo Chanton, Jimmy Vesey und Tim Bozon mit 4:0 in Front.
Fribourgs Versuche, den Gegner früh unter Druck zu setzen, blieben erfolglos. Zudem verteilte das Team des Trainers Roger Rönnberg zahlreiche Fehlergeschenke an Servette. Das erste Tor in Unterzahl fiel bereits nach 2:30 Minuten wegen eines Wechselfehlers; das dritte und vierte Gegentor entstand durch schnelle Genfer Konter.
Auch Reto Berra, der zweitbeste Goalie dieser Playoffs, hielt nicht die gewohnte Form und wurde nach dem 0:4 durch Loic Galley abgelöst. Ein Tor von Captain Julien Sprunger in der 46. Minute belebte Fribourg im Schlussdrittel wieder, das nun torreich wurde.
Bereits drei Minuten später gelang Christoph Bertschy mit dem 2:4 im 36. (!) Powerplay dieser Playoffs das erste Überzahltor nach zuvor über 60 ungenutzten Minuten. Acht Minuten vor Schluss verkürzte Bertschy, unterstützt durch einen Fehler von Servettes Verteidiger Roger Karrer, auf 3:4.
Als Fribourg kurz darauf erneut in Überzahl agierte, gelang es ihnen nicht, den Ausgleich zu erzielen. Stattdessen markierte Servette nach Wiederherstellung der numerischen Gleichheit durch Matthew Verboon knapp fünf Minuten vor Schluss das entscheidende 5:3. Die letzten beiden Tore für Genf fielen ins leere Freiburger Tor.