Die steigende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) hat einen Mangel an Speicherchips zur Folge, was wiederum die Preise für Handys und Laptops in die Höhe treibt. Ein neues Gerät als Weihnachtsgeschenk könnte daher teurer werden. Der Anstieg der Preise wird bis zu 20 Prozent betragen können, berichtet SRF.
Aktuell dominiert ein kleiner Kreis von Unternehmen den Speicherchip-Markt: das US-Unternehmen Micron, Samsung Electronics und SK Hynix aus Südkorea kontrollieren über 90 Prozent. Aufgrund höherer Gewinnmöglichkeiten konzentrieren sich diese Hersteller verstärkt auf die Produktion von KI-Chips für Rechenzentren.
Dies führt zu einer Knappheit an Chips für Smartphones und Laptops, was die Preise in die Höhe treibt. Media Markt Schweiz geht davon aus, dass Handy-Preise um 5 bis 10 Prozent steigen könnten, während Notebooks um 10 bis 20 Prozent teurer werden dürften. Martina Altlechner von Media Markt schätzt, dass Preissteigerungen in den kommenden Monaten erfolgen, wobei diese gegen Jahresende besonders spürbar sein werden.
Am stärksten betroffen sind günstigere Geräte, da hier die Speicherchip-Kosten einen höheren Anteil am Gesamtpreis ausmachen. Insbesondere chinesische Hersteller wie Huawei und Xiaomi dürften stark von den Preisanstiegen betroffen sein. Auch bei großen Marken wie Samsung und Apple könnten vor allem Einstiegsmodelle teurer werden.
KI-Chips, die als das “Gehirn” für künstliche Intelligenz fungieren, sind komplexer als die in Handys verwendeten Speicherchips. Während KI-Chips Datenverarbeitung übernehmen, speichern Speicherchips Informationen. Nvidia beherrscht mit einem geschätzten Marktanteil von mehr als 80 Prozent den Markt für KI-Chips. Da beide Chiparten oft in denselben Fabriken produziert werden, entstehen Engpässe.