In der Nacht zum Samstag hat sich ein linker Protestmarsch in der Berner Innenstadt zu einem chaotischen Ausmaß gesteigert. Wie die “Berner Zeitung” (BZ) berichtet, haben Teilnehmer erhebliche Sachbeschädigungen im Wert von mehreren Zehntausend Franken angerichtet. Die Bilder zeigen umfangreiche Graffiti und eine komplett zerstörte Schaufensterfront einer AXA-Niederlassung. Der BZ zufolge riefen Besetzer der Anstadt-Siedlung zu diesem nächtlichen Aufruhr auf.
Die Reaktionen lokaler Behörden auf diese linksextreme Gewalt sind für Nicht-Berner ebenso schockierend wie die Aussagen des Stadtberner Sicherheitsdirektors Alec von Graffenried, des abgewählten Stadtpräsidenten. Er kritisiert die Vorfälle nicht im Geringsten und beschreibt sie gegenüber der BZ als eine Party, bei der einzelne Teilnehmer aus dem Ruder liefen. Demnach stand der überwiegenden Mehrheit das Ziel vor Augen, “Fun” zu haben – oder es war schlicht ein normaler Samstagabend in der Bundesstadt.