Am 15. Mai 2024 führte ein 43-jähriger Mann aus Spanien eine Serie von Überfällen in Zofingen durch, bei denen er auf dem Bahnhofsgebiet und im Stadtgebiet mehrere Menschen mit Gegenständen angriff. Anschließend betrat er einen Wohnsitz, stach dort mit einem Messer auf die Bewohnerin ein und sperrte sich ein. Spezialkräfte der Polizei nahmen ihn später fest.
Laut Staatsanwaltschaft überlebten alle Opfer, jedoch leiden einige noch immer an den Folgen und befinden sich in Behandlung. Der Mann hatte zuvor als Tourist die Schweiz besucht.
Er steht unter anderem wegen mehrfachen versuchten Tötungsdelikten, Nötigung, geringfügigem Diebstahl sowie Hausfriedensbruch unter Anklage. Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigt ihm jedoch Schuldfähigkeit aufgrund einer paranoiden Schizophrenie.
Adrian Schuler von der Aargauer Staatsanwaltschaft erklärte gegenüber SRF, dass anstelle einer Strafe eine stationäre therapeutische Maßnahme angestrebt wird. Diese kann aus Gründen der Sicherheit so lange dauern wie nötig, und zusätzlich soll ein Landesverweis von 15 Jahren verhängt werden.
Der Beschuldigte befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug und unterliegt der Unschuldsvermutung bis zu einem Gerichtsentscheid. Seine Taten hat er gestanden.