In Zürich demonstrierte das Schweizer Team bei einem 6:1-Erfolg über die deutsche Mannschaft seine Stärke. Der Triumph im Vorfeld der weiteren Spiele wird den Fans sicherlich in Erinnerung bleiben.
Unmittelbar vor dem Anpfiff wurden für Eintrittskarten bis zu 190 Franken auf dem Schwarzmarkt gezahlt. Dies zeigt, welch hohen Stellenwert das Spiel für die Fans hatte und wie beeindruckend der Schweizer Kader unter Leitung von Captain Roman Josi agiert.
Am Montagabend um kurz vor 22 Uhr erinnerte die Atmosphäre im Zürcher Stadion an einen Film des Regisseurs Ulrich Seidl, bekannt für seine Darstellung von Lebensmelancholie. Der deutsche Tor-Song “Major Tom” erklang durch die Lautsprecher – ein Kontrastprogramm zum Schweizer Hymnenhit “W. Nuss vo Bümpliz”, der nach dem Spiel gespielt wurde.
Deutschlands Trainer Harold Kreis, dessen Vertrag bis 2027 läuft, steht unter Druck, da die Mannschaft bisher keinen Punkt in drei Spielen erringen konnte und Gefahr läuft, den Viertelfinal zu verpassen. Die Schweiz hingegen bleibt auf Erfolgskurs mit ihrem beeindruckenden Spielstil, der sich im 6:1-Sieg manifestierte – ein Ergebnis wie zuletzt vor 86 Jahren.
Mit diesem Sieg setzte das Team den 28. Erfolg in den letzten 31 Gruppenspielen fort und demonstrierte spielerische Überlegenheit, die es ihm ermöglichte, mit Leichtigkeit fünf Tore im zweiten Drittel zu erzielen. Die 10.000 Zuschauer erlebten einen unterhaltsamen Abend.
In den kommenden Partien gegen Österreich, Grossbritannien und Ungarn dürfte die Schweiz weitere Siege einfahren. Der letzte Verlust in einer WM-Gruppenphase gegen eine schwächere Nation ereignete sich 2017. Spieler wie Denis Malgin trugen entscheidend zum Erfolg bei.
Die Schweizer wollen am letzten Vorrundenspiel gegen Finnland um den Gruppensieg kämpfen und im Viertelfinal auf die stärkeren Mannschaften aus der Gruppe B, wie Schweden oder Tschechien, treffen. Mit einem weiteren Sieg könnte sich das Publikum bald wieder zu “W. Nuss vo Bümpliz” erheben.