In Islamabad verlief die erste Runde der Gespräche zwischen den USA und dem Iran ohne Ergebnis, was die Unsicherheit im Nahen Osten verschärft. In Beirut herrscht trotz des sonnigen Wetters in Cafés im Saifi-Viertel ein Kriegsgefühl vor, seit Hizbullah an der Seite Irans in den Konflikt eingetreten ist. Verhandlungen scheinen bisher gescheitert zu sein, da die Positionen beider Seiten unvereinbar sind.
In Islamabad konnten Amerikaner und Iraner keinen Kompromiss erzielen, was auf weit auseinanderliegende Maximalforderungen zurückzuführen ist. Die USA scheinen keine effektive Lösung zur Kontrolle der strategisch wichtigen Meerenge von Hormuz zu haben. Obwohl US-Kriegsschiffe die Region durchquerten, bleibt Hormus faktisch blockiert.
Sollten die Gespräche weiterhin ergebnislos bleiben, könnte Präsident Trump auf militärische Optionen zurückgreifen, um Iran zu schwächen – eine Eskalation, die verheerende Folgen für die Region hätte. Der Iran zeigt sich jedoch kämpferisch und ist bereit, seine Forderungen durchzusetzen.
Trotz der harten Haltung Teherans sind dessen Ressourcen nicht unendlich. Eine massive Bombardierung seiner Infrastruktur könnte schwerwiegende Schäden verursachen, was die Iraner zu Verhandlungsversuchen bewegt, obwohl sie auch einen Rückschlag in Libanon einstecken mussten.
Iran hatte eine Kontrolle über Libanon als Verhandlungsvoraussetzung festgelegt, doch libanesische Regierungskräfte widersetzen sich und beginnen eigene Gespräche mit Israel. Diese Entwicklungen könnten Teheran seine Einflussnahme in Beirut entziehen.
Trotz Drohungen aus dem Iran setzt der Konflikt in Libanon fort, während Trumps Vize J.D. Vance demonstrativ die Verhandlungsverweigerung signalisierte. Doch es ist ungewiss, ob Washington zu militärischen Aktionen zurückkehren wird.
Trump droht mit einer Blockade der Meerenge von Hormuz, um Druck auszuüben. Die Lösung könnte erneute Verhandlungen sein, die ähnlich komplex sind wie das Atomabkommen unter Obama 2015. Der Krieg in Beirut scheint sich fortzusetzen, und Hizbullah fürchtet eine mögliche Aufkündigung durch Iran. In den Cafés von Beirut ist die Unsicherheit allgegenwärtig.