In Winterthur ist ein vorläufiger Durchbruch im Streik des Buspersonals erzielt worden: Ein ganztägiger Streik wird bis zum 2. April vermieden, wie die Stadt Winterthur und die Gewerkschaft VPOD gemeinsam bekannt gaben.
Vertreter der Geschäftsleitung von Stadtbus trafen sich mit einer Delegation des Fahrpersonals zu konstruktiven Gesprächen, deren Fortsetzung am 2. April ansteht. Eine Lösung im Arbeitskonflikt konnte jedoch noch nicht erreicht werden.
Seit längerem besteht zwischen beiden Seiten ein Konflikt über die Arbeitsbedingungen der Fahrerinnen und Fahrer. Die Gewerkschaft VPOD kritisiert, dass das Personal häufig kurzfristig Ersatzdienste leisten muss und zu niedrige Nachtzuschläge erhält.
Dies führte dazu, dass die Busfahrer Anfang März einen Streik starteten. Am Dienstagmorgen waren nur etwa ein Drittel der 64 Busse im Einsatz, wobei vor allem Hauptlinien bedient wurden; zahlreiche Verbindungen fielen aus und zwangen Reisende zu Alternativen wie dem Zufußgehen oder Radfahren.
Die vierstündige Aktion wurde von einem anonymen Fahrer gegenüber SRF mit untragbaren Arbeitsbedingungen begründet: «Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem es so nicht weitergeht.»
Trotz bisher erfolgloser Gespräche drohte die Gewerkschaft mit einem ganztägigen Streik, doch dieser wurde nun vorläufig abgewendet.
In einer Mitteilung wird betont, dass keine weiteren Kampfmassnahmen und damit auch kein weiterer Streik stattfinden werden. In den kommenden Tagen soll intensiv über mögliche Lösungsansätze diskutiert werden, insbesondere zu umstrittenen Themen wie kurzfristigen Ersatzdiensten.
Sowohl Stadtbus Winterthur als auch die Gewerkschaft VPOD möchten aktuell keine weiteren Auskünfte zu den laufenden Verhandlungen geben.