Am Ostermontag wurde durch US-Medienquellen bekannt, dass ein von Pakistan, Ägypten und der Türkei vermittelter Waffenstillstandsplan den USA und dem Iran vorgelegt worden war. Das Weisse Haus bestätigte dessen Existenz, lehnte jedoch ab: Präsident Trump unterzeichnete nicht, und die Operation ‹Epische Wut› setzt sich fort. Der Iran zeigte ebenfalls keine Bereitschaft zu einer Waffenruhe; dies wurde von einem Sprecher des iranischen Aussenministeriums bestätigt.
Der US-Nachrichtendienst «Axios» berichtete, dass der Friedensplan die letzte Chance darstellen könnte, eine Eskalation abzuwenden. Ein Ultimatum Trumps droht bis Dienstagabend (US-Zeit) mit Bombardierungen iranischer Infrastruktur; laut «Axios» könnten dies Vergeltungsangriffe auf Energie- und Entsalzungsanlagen in den Golfstaaten nach sich ziehen.
Beide Seiten agieren unversöhnlich. Trump forderte, die Strasse von Hormus zu öffnen: «Oder ihr werdet in der Hölle landen», schrieb er auf Truth Social. Er drohte weiter mit einer Zerstörung iranischer Infrastruktur. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz warnte, dass bei anhaltenden Raketenangriffen auf Israel die Infrastruktur des Irans zerstört werden würde.
Der Iran lehnte es ab, Hormus für den Schiffsverkehr freizugeben und drohte, dass weitere US- oder israelische Angriffe wichtige Schifffahrtswege gefährden könnten. Ali-Akbar Welajati warnte vor Gefahren für die Meerenge Bab al-Mandab.
Die iranische Führung lehnte die überzogenen Forderungen der USA ab, wie Aussenamtssprecher Ismail Baghai erklärte. Die Lage am Persischen Golf verschärfte sich: In Iran starben bei einem Luftangriff mindestens 18 Menschen; Israel griff ein Gasfeld im Iran an und erlebte Gegenschläge.
Zuvor hatte Trump die erfolgreiche Rettung eines US-Soldaten nach dem Abschuss eines Kampfjets im Iran gefeiert. Die Aktion wurde als eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des US-Militärs gelobt.